Aktive Fanszene konsequent gegen die Aussperrung ungeimpfter Fans

Kein 2G!

Bremen, 2 x Sankt Pauli, Nürnberg, Schalke – was für ein Hammerprogramm für Dynamo in den kommenden Wochen. Die zuletzt verunsichert auftretende Mannschaft benötigt alle Unterstützung der Fans. Es wären Fußball-Feste für jeden Fan rassiger Fußballduelle … geworden. Seit März 2020 ist dies nicht mehr oder nur noch stark eingeschränkt möglich. Volle stimmungsvolle Stadien in Deutschland – Fehlanzeige. Da muß man schon nach England, Ungarn, Schweden, Holland oder Dänemark schauen, um sich erinnern zu lassen, wie Fußball seit Jahrzehnten zelebriert wird.

Mit der seit Donnerstag den 23. September für den kommenden Monat geltenden Sächischen Corona Verordnung delegiert die sächsische Landesregierung die Verantwortung für Veranstaltungen und Dienstleistungen an Vereine und Unternehmer. Diese haben die Wahl zwischen Pest und Cholera – um einmal das Gleichnis wirklicher Epidemien und hochgefährlicher Krankheiten zu bemühen. Sie müssen entscheiden, ob sie halbwegs Normalität, ohne Kapazitätsbegrenzung, Tests und Masken, in ihren Gewerben umsetzen wollen um damit einem Teil Ihrer Kunden fast uneingeschränkt ihre Dienste anbieten zu können. Oder ob sie sich dafür entscheiden, unter weiterhin absurden Auflagen und Begrenzungen, den fast ebenso großen Anteil der ungeimpften Bevölkerung einen Zugang zu ihren Diensten weiterhin zu ermöglichen.

Vor dieser Entscheidung stehen neben Gastwirten, Hoteliers, Kinobetreibern, Messe- und Konzertveranstalter auch die Fußballvereine.

Wir als Interessengemeinschaft Dynamo haben uns von Anfang an gegen jegliche Beschränkungen ausgesprochen und stehen dafür ein, daß dies auch in Zukunft so ist. Selbst ein 3G – also Eintritt mit aktuellem „amtlichen“ Schnelltest – bedeutet für uns weiterhin eine unangemessene Schikane. Ein 2G – der Zutritt nur für geimpfte und sogenannte genesene Personen – ist absolut inakzeptabel. Diese Position hat am vergangenen Donnerstag (16.09.2021) auch die Mitgliederversammlung der Fangemeinschaft Dynamo e.V. einhellig per Mitgliederbeschluß untermauert:

Die Fangemeinschaft Dynamo e.V. kommuniziert gegenüber dem Verein SG Dynamo Dresden, dass alle Veranstaltungen der SG Dynamo Dresden im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten grundsätzlich offen für alle Menschen bleiben sollen und keine Beschränkung auf geimpfte und genesene Personen erfolgt. Für getestete Personen soll ein Schnelltest erlaubt bleiben. Es gibt keine Beschränkung auf PCR-Tests. Ziel sollte es sein, dass die Tests durch entsprechend ausgebildete Ehrenämtler vor Ort durchgeführt werden können.“

K-Block bzw. die Ultras Dynamo haben sich selbstverständlich ebenso klar positioniert, mehr noch: Das Auswärtsspiel beim FC Sankt Pauli, dem vermeintlich ach so progressiv-/coolen Verein, bleibt die Fanszene angesichts der 2G Erpressung demonstrativ fern und empfiehlt dies ALLEN Dynamofans.

2G selektiert Menschen und dient dazu, auch uns als Dynamofans zu trennen, indem kerngesunde jahrzehntelang treue Fans allein durch einen „Impfstatus“ ausgeschlossen werden. Nicht mit uns! Jeder, der noch ein Fünkchen Ehre und Loyalität besitzt, wird sich diesem Gebaren entgegenstellen. Die ebenso klare wie einfache Botschaft „Alle oder keiner“ wird bei den aktiven Fans damit gelebt. Und von einem „Operettenpublikum“, welches wegen Tradition, sportlichem Erfolg, Bundesligazugehörigkeit und vor allem unserem stimmungsvollen Stadion angezogen wird, sollte man wegen Ausbleibens von Letzterem keine Loyalit und ertragsbringende Masse erwarten. Es ist jetzt schon so wie es ist, daß der Gang ins Stadion durch die behördlichen Repressalien vergällt wird und viele Fans zu Hause oder in der Torwirtschaft bleiben läßt.

Lassen wir es nicht zu, daß die Lust am Fußball weiter zerstört, die Spaltung der Fans vorangetrieben wird.

2G, 3G oder SGD

5.8.2021 – Beim 1. FC Köln: „Nur Geimpfte und Genesene erhalten Zugang zum Stadion.“

8.8.2021 – Dortmund: „2 G Prinzip im Stadion zum Bundesligaauftakt.“

12.8.2021 – „Leverkusen läßt nur Geimpfte und Genesene ins Stadion.“

5.9.2021 – FC Sankt Pauli „2G ist unser Wunsch. Und es ist auch der Wunsch der Stadt“

15.9.2021 – Sachsen: Der Freistaat will ein Zugangsmodell für Geimpfte und Genesene, nicht aber für Getestete einführen. Die Entscheidung liegt jedoch bei den Veranstaltern.

Bundesweit: Impfpass, Genesenennachweis oder ein Testergebnis griffbereit, das negativ und nicht älter als 24 Stunden ist, dazu den Personalausweis oder den Führerschein – und nicht zu vergessen das nur online zu buchende Ticket.

Ist es das, was ihr wollt?

Sollen Geimpfte und Genesene Privilegien beim Stadionbesuch erhalten? Das ist die Fragestellung, welche uns landauf landab von Presse, Funk und Fernsehen wohl eher rhetorisch und trotzdem mit vollem Ernst gestellt wird. Diese Frage ist so falsch, daß man darauf keine Antwort geben darf, denn Freiheit und Grundrechte sind keine Privilegien sondern elementar und gesellschaftsprägend in einem Land mit freiheitlich-demokratischer Grundordnung. Diese Frage zielt, so wie sie ausgesprochen wurde, am Grundgesetz meilenweit vorbei, indem sie Gleicheits- und Diskriminierungsgrundsätze mißachtet. Dieses Denken, Reden und Handeln war bisher nur aus totalitäten Staaten bekannt.

Dies ist aber nur der eine Aspekt dieser Thematik, welche speziell uns Fußballfans direkt betrifft. Ein weitere Aspekt selbst ist die eigentliche medizinisch/epidemologische Komponente, welche ja überhaupt der Auslöser aller Beschränkungen war. Es liegen mittlerweile belastbare Zahlen europa- und weltweit vor, welche mehr als nur nahelegen, daß Infektionen sowohl von vollständig Geimpften wie auch „Genesenen“ vorkommen und auch weiter verbreitet werden. Mehr noch, in Ländern mit einem Impfstatus > 80% sind die sogenannten Inzidenzen regelrecht explodiert, was diese Kennzahl und den Verzicht auf Testungen von Geimpften vollständig ad absurdum führt.

Und genau vor diesem Hintergrund führen Vereine Debatten mit Mitgliedern und Fans um den Zugang zum gemeinsamen Sporterlebnis. Hamburg und Rheinland-Pfalz praktizieren schon 2G, verklärend auch als 2G Plus deklariert, was nichts anderes bedeutet, daß man die Verantwortlichkeit an Gewerbetreibende und Veranstalter delegiert. Und damit sind z.B. die Vereinsführungen einerseits gezwungen, zum wirtschaftlichen Überleben des Vereins das Maximale an Einnahmen zu generieren, andererseits sind sie an die Entscheidungen der regionalen und Landespolitik und deren Exekutoren in Form der Gesundheits- und Ordnungsämter gebunden. Und dies alles passiert vor der Kulisse einer aufgeheizt, teils hysterisch geführten Debatte um die Deutungshoheit über eine Pandemie, welche schon lange keine mehr ist, vielleicht auch niemals eine war.

Vereine und Veranstalter, Dienstleister und Gastronomen welchen durch Tätigkeitsverbote, Schließungen, Publikumsausschluß seit dem letzten Jahr an den Rand des Ruins getrieben wurden, werden jetzt wirtschaftlich genötigt, ja regelrecht erpresst, ihr Publikum und ihre Kundschaft zu selektieren und damit speziell Ungeimpfte zu diskriminieren. Jahrelange Freundschaften, treue Stammkundschaften werden so sinnlos zerschlagen werden. Spaltender, widerlicher und verantwortungsloser kann man Politik in unserem Freistaat nicht ausüben.

Die Frage stellt sich jetzt: Wie geht Sachsen, wie gehen wir bei Dynamo mit der aktuellen Situation und den weiterhin hysterischen Tendenzen um? Auch bei uns innerhalb unseres wunderbaren Bundeslandes und leider auch in der Sportgemeinschaft ist die gesellschaftliche Spaltung weit vorangeschritten. Es stellt sich die Frage, wer von wem Solidarität erwarten kann? Erwarten die Geimpften diese von den Ungeimpften, indem sich letztere doch noch „für die Volksgesundheit“ auch noch als „Versuchskaninchen“ hergeben oder freiwillig den Veranstaltungen fern bleiben? Erwarten Ungeimpfte die Solidarität der Geimpften und Genesenen, indem diese auch den Heimspielen freiwillig fern bleiben, um im Sinne der Gemeinschaft zu signalisieren nach dem Motto Jeder oder Niemand bzw. „Alle oder Keiner“ ?

Wie man es dreht, was man auch erwartet – unser Verein und damit wir alle sind in allen Konstellationen die Gelackmeierten. Stark verringerte Zuschauerkapazität, Unlust am Fußballschauen weil keine Stimmung aufkommt, aufgeheizte Diskussionen innerhalb der Gemeinschaft der Fans – unser Verein erleidet in jeder denkbaren Konstellation aktuell massive Einnahmeneinbußen und verliert an Attraktivität. Und dann werden sich Verantwortliche und die Mitgleider früher oder später entscheiden müssen, ob sie einen Großteil derer, welche seit Jahren und Jahrzehnten dem Verein die Treue gehalten, mehr noch – den Verein am Leben erhalten haben und aktiv an der Entschuldung und Konsolidierung mitwirkten – ja ob man diese Mitglieder und Fans jetzt aussperrt, nur weil diese sich den „Luxus“ des freien Denkens und Lebens – bis vor wenigen Jahren eine Selbstverständlichkeit in dieser Gesellschaft – leisten. Die kommenden Wochen werden zeigen, wieviel Gemeinschaft noch in der Sportgemeinschaft steckt.

Unser Verein als politischer Werbeträger?

„SGD unterstützt Impfaktion der Stadt Dresden“ – diese Nachricht stach vor ein paar Tagen jedem Besucher der Internetseite der SG Dynamo Dresden ins Auge.

Es sollte sich mittlerweile bis in unsere Geschäftsführung und zu unseren Medienverantwortlichen herumgesprochen haben, daß beim Thema Corona-Maßnahmen unsere Gesellschaft zutiefst gespalten ist und sich insbesondere in Sachsen die anteilig meisten Kritiker nicht nur der Notstands-Maßnahmen sondern vor allem mit dem Umgang mit der sogenannten Immunisierung, sprich: dem Impfangebot, befinden. Im Bildungsranking (Pisa) der deutschen Bundesländer liegt unser Freistaat auf Platz 1, im Impf-Ranking aller Bundesländer hingegen auf dem letzten Platz. Für alles gibt es Gründe, es muß aber gestattet sein, Fragen zu stellen und auch mal das Naheliegende anzusprechen. Gern kann man auch mal den kausalen Zusammenhang zwischen dem Bundesland mit der geringste Impfquote in Deutschland, einziges Bundesland, bei dem die Maskenpflicht weitestgehend ausgesetzt wurde und zweitniedrigster Inzidenz in Deutschland samt weiterhin fallender Hospitalisierungszahlen herstellen.

Warum also fühlen sich die Medienverantwortlichen unseres Vereins dazu genötigt, den bestehenden Keil durch ein regelrechtes Anbiedern an die umstrittene staatliche Impfkampagne noch tiefer zwischen unsere Anhänger zu treiben, indem sie ohne jegliches Hinterfragen einseitig politische Maßnahmen unterstützen? Jeder in diesem Land weiß, daß es ein Impfangebot für jeden Erwachsenen gibt, in Sachsen haben dies etwa die Hälfte der erwachsenen Bewohner, aus Überzeugung, die Krankheit damit abzuwenden oder im Hoffen auf Erleichterungen im Alltag, angenommen und sich einen der notzugelassenen mRNA Impfstoffe verabreichen lassen.

Es ist deren mehr oder weniger freie Entscheidung gewesen, genauso wie es eine freie Entscheidung ist, egal aus welchen Gründen, sich nicht impfen zu lassen. Immerhin haben die angebotenen Impfstoffe nur eine Notfallzulassung basierend alleinig auf dem aktuell ausgerufenen Pandemiezustand. Und im Zusammenhang mit den Impfungen gibt es amtlich (beim Paul-Ehrlich-Institut) dokumentierte Todesfälle und dokumentierte schwere Nebenwirkungen, was in den Medien aber völlig unter den Tisch fällt. Langzeitwirkungen konnten noch gar nicht erforscht werden. Besonders Menschen, welche in den letzten anderthalb Jahren der Pandemie symptomlos geblieben sind, haben ein Recht darauf, frei zu entscheiden, daß sie sich nicht einem bedenklich hohen Risiko von Erkrankungen oder gar Tod durch „die Spritze“ aussetzen. Es bleibt aber immer eine Entscheidung des einzelnen Menschen, ganz klar! Und dafür darf niemand benachteiligt oder diskriminiert werden.

Selbstbestimmt lebende Menschen erzieht man auch nicht durch massive Propaganda-Aktionen wie die aktuelle Impfkamapagne von Bund, Ländern und Kommunen. Wir als Verein dürfen unseren Namen und unsere Popularität nicht für diese Art politischen Gebarens hergeben. Weder durch mögliche Nötigung von kommunalpolitischen Entscheidungsträgern noch durch Alleingänge unserer Vereinsspitze. Dafür haben die Dynamo Mitglieder auch einen Schutzmechanismus in die Vereinssatzung eingeflochten, welcher mit dem simplen wie klaren Wortlaut „Politische und weltanschauliche Zwecke dürfen nicht verfolgt werden.“ (§2 Abs. 2 Aufgaben und Zweck) genau diese handlungen untersagen soll.

Es ist nun also angesagt, die entsprechenden Verantwortlichen im Verein an das zu erinnern und die Einstellung der Unterstützung der Impfkampagnen zu fordern.

Alle oder keiner

Gemeinsam steigen wir ab und auf, ohne Einfluß auf den Inzidenzverlauf. jetzt sind wir seit Wochen unter 10, trotzdem darf kaum einer ins Stadion gehn. Zaunfahne am 1. Spieltag der Saison 2020/2021 im K-Block
Präsentation zum 1. Spieltag der 2. Liga auf der Lennéstraße

Aktion für die Wiederzulassung von Zuschauern zur Aufstiegsfeier im Großen Garten am 15. Mai 2021

Alle oder keiner
Die Botschaft auch mobil auf die Straßen tragen
Botschaft an der Elbe
Keine Sonderrechte, keine Klassifizierung der Fans nach Impfstatus
Die klare Botschaft an der Elbe malerisch präsentiert
Die klare Botschaft an der Elbe malerisch präsentiert

Holpriges „Neuland“

ist es das, was ihr wollt?

…oder wie die digitale Mitgliederversammlung zum Flop wurde.

Am 12.06.2021 war es soweit: Die SGD ging einen weiteren Schritt ins digitale Zeitalter. Das Präsidium und die Geschäftsführung versuchten, dem Mitgliedervolk schon seit Wochen und Monaten nahezubringen, daß aufgrund der massiven Einschränkungen des Vereinslebens eine Mitgliederversammlung alternativ digital abzuhalten sei. Schon allein um negative Folgen für den Status des Vereins speziell bei den Finanzbehörden (Gemeinnützigkeit) zu vermeiden. So lautete das Hauptargument. Das „Gesetz zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie im Zivil-, Insolvenz- und Strafverfahrensrecht“ bot die Möglichkeit einer solchen Form der Mitgliederbeteiligung an.  Also packten Geschäftsführung und Präsidium die Thematik an und luden per E-Mail die Mitgliedschaft ein. Ausgewählt wurde ein Dienstleister, welcher die Erfahrungen mit derartigen Veranstaltungen zu besitzen schien und eine Woche vor der MV wurde ein erfolgreicher Testlauf mit ca. 80 Mitgliedern durchgeführt. Kritikpunkten wie der faktische Ausschluss nicht Internet-affiner Mitglieder wurde damit begegnet, dass es auch bei „analogen“ Versammlungen verschiedenste Hürden für eine nicht kleine Anzahl von Mitgliedern geben würde.

Strahlend wie immer und fast pünktlich eröffnete Präsident Holger Scholze am 12.06.2021 die erste digitale Mitgliederversammlung. Das Versammlungspräsidium und die Wahlkommission waren körperlich im Dynamo-Trainingszentrum anwesend. Denn es standen nicht zuletzt auch Wahlen zum Präsidium, zum Ehren- und Jugendrat an, ebenso die Ehrungen für Christoph Franke und Gert Heidler.

Die PCs, Laptops, Tablets und Smartphones der nur 400 interessierten Mitglieder waren bereit bzw. online. Bild und Ton waren hervorragend. Man gedachte sodann in TOP 1 in Stille der im Berichtszeitraum verstorbenen Vereinsmitglieder. Als TOP 2 stand dann die bei Dynamo immer wieder spannende Frage zur Abstimmung, ob die Medien an der Veranstaltung teilnehmen dürfen. Es gab dazu noch eine Nachfrage eines Mitglieds, ob man nicht „rechtspopulistische“ Medien, was auch immer das Mitglied darunter versteht, ausschließen könne. Was aber vom Präsidenten mit Blick auf die beim Verein übliche Akkreditierung abgelehnt wurde. Kurze Zeit danach hörte man noch fröhliche Frauen- und Kinderstimmen vom Account des ersten (und wie wir da noch nicht wussten – auch letzten – ) Fragestellers.

Dann wurde es spannend. Aber es passierte … nichts. Pause, Hektik im Trainingszentrum. Nach ca. 30 Minuten der zweite Versuch, aber der scheiterte auch im Ansatz. Wieder eine längere Pause. Im Hintergrund des eingeblendeten Dynamologos waren hektische Bewegungen zu erkennen. Dann eine kurze Zwischeninfo des Versammlungsleiters Hr. Scholze, die Experten arbeiteten fieberhaft an Soft- und Hardwareproblemen. Eine Lösung wäre in Sicht. Nach weiteren endlosen Minuten kam Hr. Scholze dann leider an der Feststellung nicht vorbei, dass der Dienstleister ihm keine Garantie für eine ordnungsgemäße, technisch saubere Durchführung der virtuellen Veranstaltung an diesem Tage abgegeben könne. Er beendete aus diesem Grunde die Veranstaltung.

Nun wartet ein ganzer Packen satzungsrechtlicher und formaljuristischer Probleme auf die Vereinsführung. Wurde die Mitgliederversammlung beendet, unter- oder abgebrochen? Auch die Frage, ob die Versammlung ohne Beschluß der Tagesordnung rechtswirksam eröffnet wurde, sollte dabei erörtert werden. An dieser Definition bemißt sich nicht nur die Wirksamkeit der Tätigkeit der noch amtierenden, aber auch zur Wahl anstehenden Gremien, sondern auch Fristen für die weiterhin notwendige Abhaltung dieser ordentlichen Mitgliederversammlung. Müssen Notgremien bestimmt werden? Ist eine Außerordentliche Mitgliederversammlung erforderlich? Wie geht man mit den erwarteten Informationen zur Bilanz und finanziellen Zukunft des Vereins um?  Was passiert mit dem Jahresabschluss 2020 und den Entlastungen von Geschäftsführung und Aufsichtsrat?

Eines wurde jedenfalls klar. Nichts kann eine „richtige“ Mitgliederversammlung ersetzen. Mehr noch, es ist schade, daß angesichts des schon seit Wochen erwart- und absehbaren drastischen Rückgangs des Pandemiegeschehens diejenigen, welche zweigleisig (wie in Magdeburg eine Open-Air MV mit Hygienekonzept im Stadion) planen wollten, sich in den Gremien nicht durchsetzen konnten. Eine überraschende Erkenntnis gabe es bei der Digital-MV dennoch:
Nur gut 400 Mitglieder wollten digital über die Vereinsgeschicke mitentscheiden und ihre Mitgliederrechte wahrnehmen. Angesichts von regelmäßig präsenten 800 bis über 1.000 Mitgliedern bei den jährlichen Versammlungen ist diese Zahl eine Enttäuschung. Aber auch eine vernichtende Entkräftigung der Argumentation derer, welche immer wieder die Forderung nach mehr direkter Beteiligung auswärtiger Mitglieder via Livestream und digitaler Teilnahme oder der Wiedereinführung der Briefwahl aufmachen. Die digitale MV wäre die Chance gewesen zu zeigen, daß virtuelles Vereinsleben vielleicht zukunftsträchtig ist. Seit dem 12. Juni 2021 wissen wir, daß dies nicht der Fall ist. Der Aufsichtsrat hat am 17. Juni Mitglieder des letzten Präsidiums als Notpräsidium benannt, um satzungsgemäß bis Anfang September diese Versammlung als Präsenzveranstaltung durchführen zu lassen.

Nur gemeinsam sind wir stark

zur Aktion „Alle oder Keiner“

Die gesellschaftlichen Debatte um eine Rückkehr zu einer irgendwie gelagerten Normalität macht auch um unserem Verein und seine Mitglieder keinen Bogen. Diesen Realitäten und dazu stattfindenden Diskussionen sollte sich jeder einzelne stellen. Wir können als Dynamomitglieder und -fans nur den Geist der (Sport)gemeinschaft beschwören, welche es uns gebietet, untereinander solidarisch zu denken und zu handeln. Angesichts der Diskussionen um die Wiedereröffnung aller Bereiche des öffentlichen Lebens werden Szenarien durchgespielt, welche dazu angetan sind, uns Fans neu zu klassifizieren, im klassischen Schwarz-Weiß Denken z.B. nach geimpft/getestet und als unterstellt potentielle Gesundheitsgefährder zu selektieren und damit unweigerlich Fans zu diskriminieren. Dies dürfen wir im speziellen Fall der Wiederzulassung von Zuschauern in den Sportstätten nicht zulassen. Hier ist jeder persönlich gefragt. *

Wir selbst können nur als Dynamofans und einzelner Bestandteil der Sportgemeinschaft zusammenhalten und uns gegen die aktuellen Bestrebungen der Selektierung von Zuschauern zur Wehr setzen.

Letztendlich betrifft es jedoch alle Bereiche des öffentlichen Lebens. Klassische wie Rockkonzerte, Semperoper und Alter Schlachthof, Profi- und Amateursport, Tanzgruppe und Tanzschule, Gastronomie, Handel, Dienstleistungen, Beherbergungsgewerbe etc. Auch für dies muß unmißverständlich zum Ausdruck gebracht werden: ALLE oder Keiner!

*an dieser Stelle standen noch zwei Sätze mit Bezug und als Gleichnis zur Kampagne der Schwarz-Gelben Hilfe e.V. gegen das Sächsische Polizeigesetz. Wer hätte zu diesem Zeitpunkt Anfang 2019 mal gedacht, daß diese Worte im anderen Kontext für ALLE so schnell Realität geworden sind.

Die Schwarz-Gelbe Hilfe bzw. einzelne(r) Vertreter hatten uns gebeten, den Bezug und die Teil-Abbildung der Flyer („Du darfst mit deinen Freunden nicht mehr zum Dynamospiel“ und „Für dich: Kein Bier mehr in der Towi“) zu entfernen. Dem haben wir selbstverständlich entsprochen.

Sammlung von Eintrittskarten

München 2005

Wir tragen hier systematisch Eintrittskarten von Dynamospielen zusammen.

Das alte Stadion

fotografischer Rundgang aus dem Oktober 2007 kurz vor Beginn der Abrißarbeiten

Die Bilder stammen aus dem Oktober 2007 und wurden uns dankenswerterweise von Pro RHS zur Verfügung gestellt.